Chinesische Gastärzte in Minden am JWK
Erster Deutsch-chinesischer Ärzteaustausch erfolgreich
Minden. Mit einer stimmungsvollen Abendveranstaltung im Restaurant „China Star“ in Minden wurde die erstmals in Minden durchgeführte Hospitation chinesischer Ärztinnen und Ärzte am Johannes Wesling Klinikum gefeiert. Die Veranstaltung machte eindrucksvoll deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen und der fachliche Austausch für eine lebendige internationale Zusammenarbeit sind.
Während eines dreimonatigen Aufenthalts hatten zwei Ärzte und eine Ärztin aus China die Gelegenheit, den Klinikalltag am Johannes Wesling Klinikum kennenzulernen und wertvolle Einblicke in die medizinische Arbeit vor Ort zu gewinnen. Verantwortliche Chefärzte für die drei Stipendiaten waren Prof. Dr. Johannes Zeichen, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, und Prof. Dr. Jan Borggrefe, Direktor der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin.
Der Anstoß für den Austausch erfolgte von der BHG Foundation (Beijing Huatong Guokang Foundation), einer gemeinnützigen Stiftung, die sich auf die Förderung des Gesundheitswesens und des internationalen medizinischen Austauschs spezialisiert hat. Sie hatten den ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Hansjürgen Piechota vor einiger Zeit angeschrieben und angefragt ob Interesse besteht. Daraufhin hat er alle Chefärzte kontaktiert. Prof. Dr. Zeichen und sein Sekretariat haben die organisatorische Zuständigkeit übernommen.
Gastgeber des Abends war Dr.-Ing. Jiansheng Yin von der BHGF. In seiner Begrüßung hob er die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit und persönlicher Begegnungen hervor. Auch Vertreter der Mühlenkreiskliniken und der Ärzteschaft unterstrichen in ihren Grußworten den großen Wert des gegenseitigen Lernens. Deutsche Ärztinnen und Ärzte berichteten von einer Reise nach China, bei der sie mehrere Krankenhäuser besucht und vielfältige Eindrücke vom chinesischen Gesundheitswesen gesammelt hatten. Ebenso schilderten die chinesischen Gastärzte ihre Erfahrungen in Minden und betonten, wie bereichernd die Hospitation für ihre berufliche und persönliche Entwicklung gewesen sei. Es ist zu hoffen, dass dieses Projekt weitergeführt wird.
Zum Abschluss des offiziellen Teils wurden den Gastärzten Urkunden als Anerkennung für ihre erfolgreiche Teilnahme überreicht. Zahlreiche Erinnerungs- und Gruppenfotos hielten diesen besonderen Moment fest.
Für den Trägerverein Partnerschaft Minden–Changzhou e. V. nahmen die juristische Beirätin Maja Kurth und die Vorständin Susanne Korff an der Veranstaltung teil. Beide nutzten den Abend, um mit den chinesischen Gästen sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Mühlenkreiskliniken und den Organisatoren ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.
Der Trägerverein begleitet seit vielen Jahren die Städtepartnerschaft zwischen Minden und Changzhou. Neben dem kulturellen und schulischen Austausch bietet die Hospitation chinesischer Ärztinnen und Ärzte nun auch im medizinischen Bereich neue Perspektiven für eine nachhaltige Zusammenarbeit.
Die herzliche Atmosphäre des Abends zeigte einmal mehr, dass internationale Partnerschaften vor allem durch den persönlichen Austausch der Menschen leben. Der Trägerverein freut sich darauf, auch zukünftige chinesische Gastärztinnen und Gastärzte in Minden willkommen zu heißen und den Dialog zwischen beiden Ländern weiter zu fördern.





