Schüleraustuasch nach China im Herbst 2025

Grüße aus China!

 

Im Oktober 2025 durften wir, eine Gruppe von neun EF-Schüler*innen des Ratsgymnasiums, im Rahmen der Städtepartnerschaft Minden-Changzhou unvergessliche zweieinhalb Wochen in China erleben. Wir bekamen viele Einblicke in die Kultur und Geschichte Chinas, aber auch in das Alltagsleben in der Schule.

 

Ein Highlight der Gruppe war definitiv unser erster Halt in Shanghai, der Weltmetropole mit über 20 Millionen Einwohner*innen. Bei etwa 30°C im Oktober erkundeten wir die beeindruckende moderne Architektur, wunderschönen Parks und Gärten und haben uns auch an einem chinesischen Kochkurs versucht. Vor allem die Skyline Shanghais, der Bund, hat uns alle zum Staunen gebracht.

 

Nach drei warmen Tagen in Shanghai ging es für uns endlich nach Changzhou. Dort wurden wir bereits am ersten Tag von der chinesischen Gastfreundschaft beeindruckt und lernten unsere Austauschschüler*innen kennen. Die Kommunikation war teilweise eine Herausforderung, aber mit gebrochenem Englisch und Übersetzern haben wir diese gemeistert. Wir waren von der chinesischen Gastfreundschaft tief beeindruckt und wurden mit Blumen, Essen und chinesischem Tee beschenkt. Natürlich war das Essen ein weiteres Highlight, auch wenn es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war.

 

Während unseres zehn Tage langen Aufenthalts haben wir am Unterricht an der „Changzhou High School No. 3“ teilgenommen. Die Schülerinnen und Schüler sind äußerst diszipliniert und haben mit ihren langen Schultagen, die von 7:20 bis 21 Uhr dauern, viel zu tun. Überrascht hat uns auch die Größe der Klassen mit 50 bis 60 Schülerinnen und Schülern sowie die vielen Prüfungen, Tests und vor allem Hausaufgaben.

 

Durch die vielen unterschiedlichen Workshops, wie das chinesische Schattentheater, und Ausflüge haben wir viel über die chinesische Kultur und Geschichte gelernt. Besonders gut hat uns das Wasserdorf mit traditionellen Trachten gefallen.

 

Nach einer wunderschönen Abschlussfeier reisten wir uns mit dem Schnellzug nach Peking. Dort besichtigten wir historische Sehenswürdigkeiten wie den Sommerpalast, die Verbotene Stadt, den Tian’anmen-Platz und natürlich die Chinesische Mauer.

 

Die Zeit in China wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Neben den vielen Eindrücken und Herausforderungen konnten wir auch neue Freundschaften schließen. Wir freuen uns sehr auf den Gegenbesuch der chinesischen Austauschschüler*innen im Juli 2026 und sie in Minden und Deutschland herzlich wilkommen zu heißen.

 

von Laura Witkowska und Jonna Brandhorst

Schüler befragen Frank Sieren

     Eine Stunde mit Frank Sieren
 
Minden. Der Pausengong im Ratsgymnasium ertönt um 11:30 Uhr. Die Leitung steht. Alle Augen richten sich auf den Bildschirm. Der Journalist und China-Experte Frank Sieren ist zugeschaltet. Eine Stunde lang wird er sich mit Schülern und Schülerinnen online über China austauschen. 
Wie es dazu kam? Letztes Jahr im November war Herr Sieren zu Gast auf dem Mindener Werteforum und referierte zum Thema „Zukunft? China! – Wie die neue Supermacht unser Leben, unsere Politik und unsere Wirtschaft verändert.“ Nach dem Vortrag darauf angesprochen, ob er für Jugendliche, die 2024 am Schüleraustausch nach China teilnehmen, einen Vortrag halten würde, sagte er spontan zu. Frank Sieren ist ein bekannter Journalist und anerkannter Chinakenner, der mehrere Bücher geschrieben hat und seit ca. 30 Jahren in China lebt.
 
Der Schüleraustausch, der dieses Jahr bereits zum 5. Mal vom Trägerverein Partnerschaft Minden-Changzhou organisiert wird, ist offen für alle weiterführenden Schulen in Minden. Dieses Jahr beteiligt sich zudem das Wesergymnasium in Vlotho. Die Planung und  Vorbereitung der Jugendlichen lag dieses Jahr ganz wesentlich beim Ratsgymnasium. Frau Wen-Na Heitkamp, eine gebürtige Chinesin, ist letztes Schuljahr nach Minden gezogen. Dass sie schon an ihrer früheren Schule in Hamburg den Schüleraustausch nach Shanghai organisiert hatte, erwies sie sich als wertvolle Unterstützung des Austauschs mit der Partnerstadt Changzhou. Zudem leitet sie seit Anfang des Schuljahres 2024/2025 eine Chinesisch AG. Den am Schüleraustausch Teilnehmenden, aber auch anderen interessierten Schülern und Schülerinnen bringt  Frau Heitkamp einmal wöchentlich Wissenswertes über die chinesische Geschichte, Kultur, Sprache, Schrift und Gesellschaft bei. 
 
Für die 1Teilnehmer und Teilnehmerinnen sowie die drei Begleitpersonen, die in den Herbstferien nach China reisen,  war die virtuelle Begegnung mit Frank Sieren von besonderer Bedeutung. Für sie war es wohl das erste Mal, dass sie derart umfassend über die lange Geschichte Chinas und und die Bedeutung  dieses Landes im Weltgeschehen hörten .  
Nach einer Begrüßung durch Frau Heitkamp und Frau Kurth vom Trägerverein  referierte Frank Sieren  über die bewegte ältere und jüngere Geschichte des „Reiches der Mitte“, das über die Jahrtaussende eine Weltmacht war.  Er beschrieb den Wandel des Selbstbildnisses des Landes und die Sicht der übrigen Welt auf die Chinesen durch die Jahrhunderte.  „ Heute ist China kein aufsteigendes Land, es ist ein wieder aufsteigendes Land“ , so das Fazit von Frank Sieren. Das politische System sei weder schwarz noch weißweder gut noch böse.  So herrsche zwar keine MedienfreiheitInformationen aus aller Welt könnten  jedoch über einen VPN-Kanal  bezogen werden. Hier drücke die Politik ein Auge zu und sanktioniere das in der Regel nicht.  Die Kameras an allen Orten  würden von der Bevölkerung ambivalent angesehen: einerseits seien die Strassen absolut sicher, auch nachts. Andererseits sei jeder unter ständiger Kontrolle. Dies waren nur einige der von ihm herangezogenen Beispiele. Er gab den Schülern mit auf den Weg: „Geht ohne Vorurteile hin. Seht euch das Land und die Gesellschaft an. Versucht, das Land auch mit chinesischen Augen zu sehen.“. 
Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen an Frank Sieren richten. Es waren teils persönliche Fragen (Warum sind Sie nach China gegangen? War es schwieirg, die chinesische Sprache zu erlernen? ) als auch Fragen zu Unterschieden, zum Arbeits- und Schulalltag und dem politischen System. Große Unterschiede zwischen Deutschland und China sieht Frank Sieren im Schulsystem. Die chinesischen Kinder und Jugendlichen müssten viel mehr in viel kürzerer Zeit als die Deutschen lernen. Der Leistungsdruck sei enorm. Am Ende der Schulzeit stehe die landesweite Abschlussprüfung, die es gelte möglichst gut zu bestehen, da sie den Zugang zu den Universitäten eröffne. Es gebe viele außerschulische Pflichen, es bleibe wenig Zeit zur Persönlichkeitsentfaltung. Augenfälllige Unterschiede gebe es z.B. auch in der Pünklichkeit der Bahn, der Kanalisierung und dem Umgang der Gesellschaft mit großen Menschenmassen sowie der Sicherheit im Strassenverkehr. „Ich könnte zum Beispiel auf einem Motorrad mit verbunden Augen über eine belebte Kreuzung fahren, es würde mir nichts passieren. Jeder nimmt auf jeden anderen Rücksicht“ verdeutlicht er seine Aussage. Trotz aller Probleme blickten die Chinesen voller Zuversicht in die Zukunft. Im Volk herrsche so etwas wie eine Aufbruchstimmung.
Zu guter Letzt bedauerte der Journalist die wenig ausgeprägte Chinakompetenz in Deutschland. Als Schulfach sei Chinesisch rückläufig. Das müsse sich ändern, da Deutschland nach vorne schauen müsse. An China komme man nicht vorbei . Nur zusammen mit China könnten große Lösungen für die heutigen Probleme (z.B. Klimawandel) gefunden werden. Die Stimmung und die Zusammenarbeit könne nur durch internationale Kontakte im jeweiligen Land verbessert werden. Der Schüleraustausch sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. „Vielleicht sehen wir uns in Peking auf einen Kaffee und ihr berichtet mir über eure Eindrücke am Ende der Reise“, schloss Frank Sieren das informative Online-Meeting.

 

Jugend kocht

                                                                     Jugend schnippelt für Dumplings

Kurz nach seiner Gründung fand am  07.05.2024 das erste Treffen des Jugendablegers des Trägervereins der Städtepartnerschaft Minden-Changzhou statt.

Der Trägerverein existiert bereits seit 2014. Die Städtepartnerschaft mit der chinesischen Stadt Changzhou ermöglicht u.a. Austausche, Informationen in Fachvorträgen und stellt Kontakte her. So haben bereits vier Mal gegenseitige Schüleraustausche  mit weiterführenden Mindener Schulen stattgefunden.

Der jetzt gegründete Jugendableger möchte junge Menschen für die Städtepartnerschaft, den Austausch und die mögliche Teilnahme an einem Schüleraustausch begeistern und motivieren. Das Ziel ist es, eine lustige, bunt durchmischte und konstante Gruppe zu schaffen. Bei regelmäßigen Treffen wollen wir -planmässig einmal im Monat- gemeinsam etwas Interessantes und Ansprechendes unternehmen und dabei auch und in Maßen über die Aufgabe und den Hintergrund des Trägervereins informieren. Auch die Schüleraustausche sollen beworben werden.

Bei der Auftaktveranstaltung wurden in einer interessanten und altersdurchmischten Gruppe gemeinsam Dumplings (chinesische Teigtaschen) zubereitet, anschließend gekocht und verzehrt. Für dieses Event konnten wir das Bootshaus des Bessel Rudervereins nutzen.

An der drei-stündigen Veranstaltung  (17-20 Uhr) nahmen 12 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren teil.  Gemeinsam wurde geschnibbelt, geknetet, ausgerollt, gefaltet und gekocht. Für einige war dies  ein ganz neue und ungewohnte Erfahrung. In angenehmer und freundschaftlicher Atmosphäre untertützen sich alle gegenseitig und übernahmen ausnahmslos auch das obligate Reinigen der Küche in Teamarbeit. Zwischendrin berichteten diejenigen, die bereits an einem Austausch teilgenommen hatten, über ihre Erfahrungen. Das Kochen war ein voller Erfolg, trotz kleinerer Startschwierigkeiten waren alle Beteiligten sowie die Organisatoren mit dem gemeinsamen Ergebnis sowie dem gesamten Abend überaus zu frieden.

Das Organisationsteam freute sich über die gelungene Auftaktveranstaltung mit vielen Interessierten. Hoffentlich bekommen die nächsten geplanten Veranstaltungen ebensolchen zuspruch!  eteiligte und freut sich bereits auf zukünftig anstehende nachfolgende Veranstaltungen welche hoffentlich ebenso erfolgreich seien werden.

Die Eintrittsbarrieren wie beispielsweise hohe Kosten für Teilnahme oder vorherige Verbindlichkeiten sind niedrig , jede/r ist herzlich willkommen.

Interessenten informieren sich auf dem Instagram Account des Trägervereins oder dem des Jugendablegers und erhalten dort so schnell wie möglich eine Rückmeldung.

Des Weiteren ist das Abonnieren des Instagram accounts des Jugend Trägervereins empfehlenswert da dort über zukünftig geplante und anstehende Veranstaltungen frühzeitig informiert wird und interessante Thematiken rund um das Thema China, Changzhou und Trägerverein erläutert werden.

Instagram Jugend: @mi_ch_jugend

Instagram Trägerverein: @minden_changzhou

HP des Trägervereins minden.changzhou.com

Malwettbewerb Grundschüler (Domschule)

Pressemitteilung der Stadt Minden vom 28.06.2023

Domschüler*innen beteiligen sich an internationalem Malwettbewerb

Die Provinz Jiangsu/China hatte dazu aufgerufen – Es gab Auszeichnungen für 21 Bilder

Olrik Laufer zeigt den Wettbewerbsteilnehmern und Teilnehmerinnen wo sich unsere Partnerstadt befindet.

 

 

Changzhou/Minden. Die Provinz Jiangsu in China, zu der Mindens Partnerstadt Changzhou gehört, hatte 2022 erneut zu einem internationalen Malwettbewerb aufgerufen. Dieser stand unter dem Thema „Grüne Entwicklung/Grüne Zukunft“. Insgesamt haben mehr als 80.000 Kinder aus 36 Partnerstädten in 21 Ländern auf der ganzen Welt sowie in 13 Städten der Provinz Jiangsu mitgemacht. Aus Minden war die Grundschule Domschule mit 80 Schüler*innen dabei. 21 Schüler*innen davon haben einen Preis gewonnen (1x erster Platz, 5x zweiter Platz und 15x dritter Platz). Es war der 6. Internationale Malwettbewerb, den die Provinz Jiangsu ausgerichtet hat.

Die Freude bei den Domschülerinnen und –schülern war zur „Siegerehrung“ kurz vor dem Beginn der Sommerferien groß. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Trägervereins Partnerschaft Minden-Changzhou e. V., Olrik Laufer, Katharina Kohlmeyer (bei der Stadt Minden für Städtepartnerschaften und Patenschaften zuständig) und Schulleiterin Marita Stein-Willemsen wurden an alle 21 ausgezeichneten Schüler*innen Urkunden und chinesische Lesezeichen übergeben.

 

Die glücklichen Gewinner!

 

 

30 Prozent der eingereichten Bilder haben eine Auszeichnung erhalten. Zur Jury gehörten Expert*innen der Bildungsabteilung der Provinz Jiangsu, der Provinzvereinigung für Künstler*innen und Künstler*innen der „Nanjing Academy of Fine Arts“. Alle prämierten Bilder werden in einem Buch gedruckt und an die Preisträger*innen verschenkt. Ein Teil der Gemälde des ersten Preises wird zu gegebenen Anlässen in der Provinz Jiangsu ausgestellt.

Bereits 2017 hatten sich die Domschule und die Grundschule Kutenhausen an einem internationalen Malwettbewerb beteiligt. Seinerzeit gab es unter dem Titel „Heimatstadt/Träume der Zukunft“ eine Ausstellung in der Offenen Kirche St. Simeonis.

Als erste Stadt in Ostwestfalen hat Minden am 29. Juni 2015 eine offizielle Partnerschaft mit einer Stadt in China geschlossen. Diese unterzeichneten seinerzeit der stellvertretende Bürgermeister der Millionenmetropole Changzhou, Fang Guoqiang, und Mindens damaliger Bürgermeister Michael Buhre vor rund 100 geladenen Gästen im Großen Rathaussaal. Seitdem und auch schon davor haben verschiedene Delegationen aus Changzhou Minden besucht. Während der Corona-Pandemie ruhten die persönlichen Kontakte. Mindens Partnerstadt Changzhou hat rund 5 Millionen Einwohner*innen.

Delegation aus Changzhou

Mit Chinesen Minden entdecken

Minden. Der Trägerverein Partnerschaft  Minden-Changzhou e.V. konnte vor wenigen Tagen die erste Delegation aus unserer Partnerstadt Changzhou begrüßen. Nach langer Pandemie bedingten Besuchspause kamen zwei hochrangige Beamten der Stadtverwaltung nach Minden. Sie wollten „alte Freunde wieder treffen“ und persönlich mit dem Bürgermeister Michael Jäcke und dem Vorsitzenden des Trägervereins Olrik Laufer  Informationen austauschen und über zukünftige gemeinsame Projekte sprechen. Obwohl der Zeitplan wegen Verspätung des Fluges und starkem Verkehr auf der Autobahn verzögerte, konnte wie geplant die Firma Denios in Bad Oeynhausen besichtigt werden.  Die Firma hat durch Vermittlung des Trägervereins ein Grundstück in Changzhou erwerben können. Im Juni 2023 ist das Richtfest geplant. Hierfür erbat sich CEO Dr. Dennig in der abschließenden Gesprächsrunde die Unterstützung von Chen Xiangnan, um zu dieser Feier die „richtigen“ Personen einzuladen und das Fest auch gut deutsch-chinesisch gestalten zu können.

Wer weiß schon, was sich an der Ringstraße 55-57 verbirgt. Böcker Sauerteig kann man lesen. Manchmal liegt auch ein leichter Geruch in der Luft zwischen den Autoabgasen. Mitglieder des Trägervereins sind vor wenigen Tagen mit unserer chinesischen Partnerstadt Changzhou der Sache nachgegangen. Bei der Firma Böcker, die vier Werke in Minden unterhält, wird Sauerteig für Großbetriebe produziert. Im eigenen Labor wird zu Sauerteig geforscht und getestet. In der Bäckerei wird experimentiert und es werden Backseminare abgehalten. BÖCKER ist einer der führenden Anbieter von natürlichen Sauerteig-Produkten zur Aroma- und Texturverbesserung von Backwaren.

Für die chinesischen Gäste war das absolutes Neuland. In China wird sehr wenig Brot gegessen, überwiegend handelt es sich dabei um Mantou, eine Art gedämpftes Weizenmehlbrötchen. Das ist aber – ungleich bei uns das Brot – kein Hauptlebensmittel wie etwa Reis oder Nudeln. Ein saures Brot entspricht zudem nicht ihren Geschmacksvorstellungen und wird schon deswegen vielfach abgelehnt. Zumindest von den Älteren. Die Jüngeren sind neugieriger und probieren eher westliche Brotsorten. Da in den Millionenstädten viele Ausländer arbeiten und leben, haben sich dort auch bereits einige deutsche Bäckereien angesiedelt.

Nach der Betriebsbesichtigung gab es zur Überraschung Aller mit Sauerteig hergestelltes Gebäck. Mutig probierte Min Ruyu, Abteilung für ausländische Angelegenheiten Europa und Afrika, die Kuchenteile. Ihr Chef Chen Xiangnan war wesentlich zurückhaltender. Wahrscheinlich wollte er seinen Appetit für das Abendessen im Scarabeo aufheben, wo er auch Bürgermeister Michael Jäcke treffen würde. Die beiden konnten sich gut auf Deutsch unterhalten, weil Chen Xiangnan mehrere Jahre in Deutschland gearbeitet hat. Mit Min Ruyu klappten die Gespräche über kulturellen und sportlichen Austausch sowie Begegnungen von Schülerinnen und Schülern online und durch gegenseitige Besuche bestens auf Englisch.

 

Neujahrs- / Frühlingsfest in Minden

China ist auch in Minden

Gäste kamen sogar aus Shanghai

Das chinesische Neujahrsfest, auch Frühlingsfest genannt, lockte über 50 Gäste nach Minden. Den weitesten Weg hatte die Mitgliedsfamilie Kim aus Shanghai. Andere kamen aus Osnabrück, Herford und Vlotho, um im Hotel Bad Minden mit Mitgliedern des Trägerverein Partnerschaft Minden-Changzhou e.V. zu feiern. Das Frühlingsfest ist das wichtigste Fest in China. Einige Gäste trugen daher auch traditionelle chinesische Seidenkleidung oder hatten sich in rot gekleidet. Rot steht für Glück und Freude. Wie in China üblich, war auch die Dekoration in rot gehalten. Rote Origami-Hasen und rote Scherenschnitte aus dem Zeichen für „Frühling“ schmückten die Tische.

Nach dem chinesischen Tierkreiskalender ist am 22. Januar das Jahr des Hasen angebrochen. Der Hase stand somit im Mittelpunkt des Festes. 21 verschiedenartige Hasen standen zur Wahl des „Hasen des Jahres“. Gäste hatten ihre „Schätze“ mitgebracht. Hasen aus Holz, Porzellan, Glas, als Gemälde und als Kuscheltier, alles war vertreten. Aus den nummerierten Gegenständen vereinte ein Hasenpaar aus Holz die meisten Stimmen auf sich. Der erste Preis war eine Kalligrafie von dem Vereinsmitglied Niehong Dai-Klussmann. Eine Kalligrafie erhielt auch der Gewinner des China-Quiz. 20 Fragen galt es zu beantworten, die das Mitglied Marcel Westermann zusammengestellt hatte. Zwei Jahre lang hatte er bereits für den Verein aus Wuxi (nahe der Partnerstadt Changzhou) in Wort und Bild berichtet. Jetzt stellte er seine Fähigkeit als Quizmaster unter Beweis.

Drei bis vier Mal im Jahr treffen sich der Vorsitzende Olrik Laufer und die Beirätinnen Katharina Kohlmeyer und Maja Kurth online mit den Vertretern der Stadt Changzhou zum Austausch. Sie sprechen über gemeinsame Projekte, z.B. Stadtradeln in beiden Städten, Beteiligung des Trägervereins an einer Ausstellung mit Meissner Porzellan mit Fotos, Emailkontakte zwischen Schülern der beiden Städte etc.. Ob in diesem Jahr Delegationsbesuche und Schüleraustausch wieder stattfinden können, wird bei dem nächsten Treffen online besprochen.

Wer Interesse an einer Mitarbeit im Trägerverein hat, kann sich unter office@minden-changzhou.de melden. Der Verein sucht immer tatkräftige Unterstützer/innen.

               

                            

 

                         

 

Chinesisches Neujahrsfest in Herford

Unser Mitglied Maja Kurth hat beim Chinesischen Neujahrsfest in Herford einen Vortrag gehalten. Dies schrieb die VHS über die Veranstaltung:

Chinesisches Neujahrsfest in der Aula der vhs 26.01.2023

Das Jahr des Hasen

Während das europäische Jahr schon fast wieder einen Monat alt ist, hat das chinesische Jahr erst am vergangenen Sonntag begonnen. Es ist das Jahr des Hasen. Für die Deutsch-Chinesische Gesellschaft Herford mit seinem Vorsitzenden Gero Frommholz Grund genug, zu einem Fest in die schöne Aula der VHS einzuladen. Über 70 Gäste sind der Einladung zum chinesischen Neujahrsfest oder auch zum chinesischen Frühlingsfest gefolgt. In seiner Begrüßungsansprache sagte Bürgermeister Tim Kähler sinngemäß, dass man sich für andere Kulturen öffnen und Gemeinsamkeiten aufdecken möge, statt sich auf die Unterschiede zu konzentrieren. Wie lässt sich das besser umsetzen als bei einem solchen Fest? So erzählte Maja Kurth, Vorsitzende des Trägervereins Partnerschaft Minden-Changzhou, von den chinesischen Traditionen rund um das Neujahrsfest. In der Nacht zuvor solle man das Licht anlassen, damit das Glück seinen Weg zu den Menschen findet, alle Fenster und die Türen öffnen, um das Glück hereinzulassen. Weiter muss die Wohnung schön sauber sein, damit sich das Glück auch wohl fühlt. Was man jedoch auf keinen Fall machen solle, sei rund um das Neujahrsfest Schuhe zu kaufen. Denn das chinesische Wort Schuh ähnele dem Wort für schlecht und ungesund. Auch die Haare solle man möglichst nicht schneiden, denn das chinesische Wort Haar sei dem Wort Glück sehr ähnlich. Und Glück – da sind wir uns sicherlich alle einig – solle schließlich nicht einfach abgeschnitten werden. Warum so viele der anwesenden Gäste etwas Rotes trugen? Die Farbe Rot steht in China für Glück, Freude und Wohlstand. Nach den unterhaltsamen Ausführungen rund um das Fest gab es viele musikalische Einlagen. Von den Kindern. Im Chor, am Klavier, an der Geige … Im Anschluss konnte an verschiedenen Stationen die eigene Kreativität ausgelebt werden. Mal bei Kalligraphie, mal beim Basteln von Laternen, mal beim Scherenschnitt. Die vielen Kinder waren begeistert und liefen mit geröteten Wangen durch die Aula. Verschiedene Sushi, gefüllte Teigtaschen und auch die kleinen weißen Teigtaschen, die Baozi … für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt.

Traditionellerweise feiern die Chinesinnen und Chinesen 15 Tage lang ihr Neujahrsfest, mit Essen, mit Familienbesuchen und Freunden, mit Geschenken und Knallkörpern. Ganz so lang dauerte das Fest in der Aula dann doch nicht, aber … es war einfach wunderschön!

Die Hansestadt Herford ist seit 2015 freundschaftlich verbunden mit Xinbei, einem Stadtbezirk in der chinesischen Provinz Jiangsu. Er gehört zum Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Changzhou im Süden der Provinz. Xinbei hat eine Fläche von 439,16 Quadratkilometern und zählt ca. 411.300 Einwohner.

Das Fest fand in Kooperation mit der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft Herford e.V. statt. Alle Getränke und das Essen wurden von der Firma Peter-Lacke GmbH gesponsert. Vielen Dank!

Für weitere Informationen zu der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft Herford kontaktieren Sie diese gerne unter dcg-herford@outlook.de.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der vhs rund um China finden Sie hier

Fotos: © Christian Wartmann

Instagram von Christian Wartmann: @csah_GT

Besuch der ChinaAG am Herdergymnasium

Besuch der ChinaAG am Herdergymnasium

Am 11.11.2022 besuchten Olrik Laufer (Vorsitzender) und Heinrich Wiese (Schatzmeister) die ChinaAG des Herdergymnasiums, Minden. Sie informierten sich über die ChinaAG und erläuterten den Schülerinnen und Schülern, der Chinesischlehrerin Li Zhu-Wagener, der Schulleiterin Heike Plöger sowie den Lehrerinnen Saskia Kessler und Katrin Ottenhof die Ziele und Aktivitäten des Trägervereins. Die von Changzhou geschickten Imagebücher wurden der AG zur Verfügung gestellt. Im anschliessenden Gespräch mit der Schulleiterin und den Lehrerinnen wurde deutlich, dass sie weiterhin an einer Kooperation mit dem Trägerverein interessiert sind. Der Trägerverein sagte Unterstützung zu.

 

Mondfest (Mid Autumn Festival)

Ein kleiner Kreis von Mitgliedern feierte am 11.09.2022 das chinesische Mondfest. Der Einladung folgten insgesamt 13 Personen. Jede/r brachte etwas zu essen oder zu trinken mit. Die Dachterasse von der Familie Laufer war festlich mit roten Lampions geschmückt, auf dem roten Tischtuch lagen Gojibeeren und Glückskekse als Dekoration. Zum essen gab es u.a. Jaozi, Hühnchen mit Gemüse in Varianten, gebratene Nudeln, kleine Frühlingsrollen, Dips, Obstsalat. Eine lockere und fröhliche Runde hörte Legenden zum Mondfest aus alter Zeit, vorgetragen von Maja Kurth. Als es anfing sich abzukühlen und die Feier sich auflöste, erschien rechtzeitig der volle Mond am Himmel hinter den Dächern von Minden.

   

  

Stadtradeln 2022 Pressemitteilung Stadt Minden

Stadt Minden – Pressestelle
7. Juli 2022

Mindener sattelten um: In drei Wochen 256.179 Kilometer mit dem Rad gefahren
Stadtradeln 2022: Ergebnis vom Vorjahr konnte gesteigert werden – Auch Mindens Partnerstadt Changzhou wieder mit dabei
Minden.
Ganze 256.179 Kilometer – das entspricht einer Strecke von 6,4 Mal um die Erde (Umfang am Äquator) – sind die 66 Teams in Minden im Rahmen der Klimaschutz-Aktion „Stadtradeln“ gefahren. Mit diesem jetzt ausgewerteten Ergebnis konnte die Stadt Minden ihr Vorjahrsergebnis erneut steigern. 1.242 Teilnehmer*innen (Vorjahr: 1.068) sammelten die erzielten Kilometer. 2021 waren es 237.218 Kilometer. Damit fuhr jede Mindenerin und jeder Mindener im Durchschnitt 206 Kilometer bei der dreiwöchigen Aktion – kreisweit lag der Schnitt bei 204 Kilometern. Das „Stadtradeln“ lief vom 16. Mai bis 5. Juni.

„Es freut mich sehr, dass das sehr gute Ergebnis des Vorjahres noch einmal getoppt werden konnte“, fasst der Leiter des Bereiches Verkehr, Gunnar Kelb, zusammen. Denn jede, mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln gefahrene Strecke belaste die Umwelt nicht, so Kelb weiter. Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. „Wenn rund 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden“, weiß das Klima-Bündnis, das die Kampagne jährlich bundesweit  initiiert.

„Die Aktion ,Stadtradeln‘, an der sich die Stadt Minden zum vierten Mal beteiligt hat, soll Menschen dazu motivieren, kürzere und mittlere Strecken im Stadtverkehr mit dem Rad zurückzulegen“, ergänzt  die Radverkehrsbeauftragte, Sandra Neuhaus. Im Kreis Minden-Lübbecke wurden bei der Aktion mit 981.070 gefahrenen Kilometern insgesamt – so 151 Tonnen CO2 eingespart. In jeder beteiligten Kommune konnten Teams gebildet werden. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer musste sich im Mai in einem zentralen Internetportal anmelden und online die täglich gefahrenen Kilometer eintragen. Auch Bürgermeister Michael Jäcke war wieder mit dabei.

Auch fernab von Minden – in der rund 9.000 Kilometer entfernten Partnerstadt Changzhou/China – beteiligten sich 30 Bürger*innen bereits zum zweiten Mal an der Aktion. „Diese 6.233 Kilometer zählen allerdings für das Mindener Ergebnis nicht mit“, bedauern der Trägerverein Partnerschaft Minden-Changzhou und die bei der Stadtverwaltung für Städtepartnerschaften verantwortliche Mitarbeiterin Katharina Kohlmeyer.

Technisch bedingt konnte das Internetportal in China nicht genutzt werden. Auch sollen die gefahrenen Kilometer in der jeweiligen Stadt/Gemeinde zurückgelegt werden und konnten auf Anfrage beim Klima-Bündnis daher auch nicht nachgetragen und nicht in die Mindener Wertung aufgenommen werden, erläutert Kohlmeyer. In China hingegen erlebe das Fahrrad – im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland, wo die Mobilitätswende bereits länger eingeläutet ist  – gerade erst wieder eine Renaissance. Die Millionenstadt Changzhou ist die erste chinesische Stadt überhaupt, die bereits seit 2021 beim Stadtradeln – international City-Cycling genannt – mitmacht. Wie begeistert die Bürger*innen in Changzhou dabei waren, zeigen die an die Stadt Minden geschickten Fotos (siehe Anlage).

Neben dem Klimaschutz-Aspekt, der bei der Aktion im Vordergrund steht, gebe es natürlich noch weitere Gründe auf das Rad umzusteigen. „So stärkt Radfahren das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem, schont den Geldbeutel und erhöht die Unabhängigkeit von Kindern und Jugendlichen“, weiß die Radverkehrsbeauftragte Sandra Neuhaus. Zusätzlich motivierend könnten für viele neue Teilnehmer*innen in diesem Jahr auch die hohen Benzinpreise gewesen sein, vermutet die Fachfrau, die selbst täglich viele Kilometer mit dem Rad zurücklegt.

Team-Ergebnisse der Stadt Minden:
Die Stadtradler*innen                            3.125,4 km   15 aktive Radelnde   208,4 km / Kopf      (Die Stadtradler*innen plus zwei Unterteams – Schulbüro und ZSD)
Schulbüro                                            2.426,2 km   18 aktive Radelnde   134,8 km / Kopf
ZSD – Ziemlich starkes Dream Team         685,2 km    5 aktive Radelnde     137,0 km / Kopf
Städtische Betriebe Minden                    5.451 km      27 aktive Radelnde   201,9 km / Kopf      (Die SBM sind als extra Team geradelt)
Darüber hinaus gab es viele weitere Teams, zum Beispiel aus Unternehmen oder auch aus der Politik, von Kirchen, Organisationen und Vereinen, die fleißig auch alle Kilometer für Minden gesammelt haben.

Eine „besondere Ehre“ war für die Stadt Minden auch der Besuch des offiziellen Stadtradeln-Botschafters, Rainer Fumpfei, aus Berlin. Er wurde am 27. Mai 2022 von der stellvertretenden Bürgermeisterin Ulrieke Schulze an der Schachtschleuse begrüßt. Fumpfei warb bei dem Termin – auf der Fahrt von Petershagen nach Nienburg – für den Umstieg vom Auto auf das Rad. „Gerade auf kürzeren Distanzen ist man mit dem Rad oft schneller als mit dem Auto, weil die lästige Parkplatzsuche entfällt. Und auch in ländlichen Regionen bekommt das Auto mittlerweile Konkurrenz  durch das E-Bike – nicht nur wegen der teuren Benzinpreise“, so Fumpfei bei seinem Besuch Ende Mai. Es war seine Abschiedstour  als offizieller Stadtradeln-Botschafter seit 2008. Dieses Mal ist er rund 2.000 Kilometer durch Deutschland gefahren – alle Jahre aber stets ohne elektrischen Antrieb, wie er betonte.

Anlage: 4 Fotos – 3 Fotos von der Aktion in der Partnerstadt Changzhou/China (© Stadt Changzhou) und 1 Foto vom Besuch des Stadtradeln-Botschafters, Rainer Fumpfei (© Pressestelle der Stadt Minden).

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