Chinesische Gastärzte in Minden am JWK

Erster Deutsch-chinesischer Ärzteaustausch erfolgreich

Minden.   Mit einer stimmungsvollen Abendveranstaltung im Restaurant „China Star“ in Minden wurde die erstmals in Minden durchgeführte Hospitation chinesischer Ärztinnen und Ärzte am Johannes Wesling Klinikum gefeiert. Die Veranstaltung machte eindrucksvoll deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen und der fachliche Austausch für eine lebendige internationale Zusammenarbeit sind.

Während eines dreimonatigen Aufenthalts hatten zwei Ärzte und eine Ärztin aus China die Gelegenheit, den Klinikalltag am Johannes Wesling Klinikum kennenzulernen und wertvolle Einblicke in die medizinische Arbeit vor Ort zu gewinnen. Verantwortliche Chefärzte  für die drei Stipendiaten waren Prof. Dr. Johannes Zeichen, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, und Prof. Dr. Jan Borggrefe, Direktor der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin.

Der Anstoß für den Austausch erfolgte von der BHG Foundation (Beijing Huatong Guokang Foundation), einer gemeinnützigen Stiftung, die sich auf die Förderung des Gesundheitswesens und des internationalen medizinischen Austauschs spezialisiert hat. Sie hatten den ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Hansjürgen Piechota vor einiger Zeit angeschrieben und angefragt ob Interesse besteht. Daraufhin hat er alle Chefärzte kontaktiert. Prof. Dr. Zeichen und sein Sekretariat haben die organisatorische Zuständigkeit übernommen.

Gastgeber des Abends war Dr.-Ing. Jiansheng Yin von der BHGF. In seiner Begrüßung hob er die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit und persönlicher Begegnungen hervor. Auch Vertreter der Mühlenkreiskliniken und der Ärzteschaft unterstrichen in ihren Grußworten den großen Wert des gegenseitigen Lernens. Deutsche Ärztinnen und Ärzte berichteten von einer Reise nach China, bei der sie mehrere Krankenhäuser besucht und vielfältige Eindrücke vom chinesischen Gesundheitswesen gesammelt hatten. Ebenso schilderten die chinesischen Gastärzte ihre Erfahrungen in Minden und betonten, wie bereichernd die Hospitation für ihre berufliche und persönliche Entwicklung gewesen sei. Es ist zu hoffen, dass dieses Projekt weitergeführt wird.

Zum Abschluss des offiziellen Teils wurden den Gastärzten Urkunden als Anerkennung für ihre erfolgreiche Teilnahme überreicht. Zahlreiche Erinnerungs- und Gruppenfotos hielten diesen besonderen Moment fest.

Für den Trägerverein Partnerschaft Minden–Changzhou e. V. nahmen die juristische Beirätin Maja Kurth und die Vorständin Susanne Korff an der Veranstaltung teil. Beide nutzten den Abend, um mit den chinesischen Gästen sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Mühlenkreiskliniken und den Organisatoren ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.

Der Trägerverein begleitet seit vielen Jahren die Städtepartnerschaft zwischen Minden und Changzhou. Neben dem kulturellen und schulischen Austausch bietet die Hospitation chinesischer Ärztinnen und Ärzte nun auch im medizinischen Bereich neue Perspektiven für eine nachhaltige Zusammenarbeit.

Die herzliche Atmosphäre des Abends zeigte einmal mehr, dass internationale Partnerschaften vor allem durch den persönlichen Austausch der Menschen leben. Der Trägerverein freut sich darauf, auch zukünftige chinesische Gastärztinnen und Gastärzte in Minden willkommen zu heißen und den Dialog zwischen beiden Ländern weiter zu fördern.

 

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Ratsschülerin erhält 1. Preis im Malwettbewerb

Die Teilnahme an einem Malwettbewerb beschert Ratsschülerin   einen ersten Preis

Jonna Brandhorst ist mit einem 1. Preis ausgezeichnet worden. Sie hat im vergangenen Jahr an einem von der Provinz Jiangsu, China, ausgeschriebenen internationalen Malwettbewerb teilgenommen. Das Ziel des Wettbewerbs besteht darin, den kulturellen Austausch und die Kooperation mit Partnerstädten zu stärken, sowie das Verständnis und die Freundschaften unter Jugendlichen zu vertiefen. Das Thema für die Einsendungen war „Gemeinsam zeichnen – Anime verbinden unsere Städte“. Der Trägerverein Partnerschaft Minden-Changzhou hatte die Einladung an alle Schulen in Minden weiter geleitet.

Das prämierte Bild von Jonna zeigt einen chinesischen Drachen und sie selbst, die sich dem Drachen nähert: eine Annäherung beider Städte und Welten. Die Urkunde aus China und ein kleines chinesisches Präsent  wurden ihr von Maja Kurth, Trägerverein, im Beisein von Frau Heitkamp, Lehrerin am Ratsgymnasium, und einigen Schülerinnen aus der China AG überreicht.

Die Schülerin des Ratsgymnasiums hat immer gerne gemalt. Mit Anime beschäftigt sie sich allerdings erst seit kurzem. Dennoch hat sie sich mit einer Animation zum Song „Human Extinction“ von der koreanischen Gruppe Woodz für den diesjährigen Ratskulturpreis beworben.

Kunst im Allgemeinen ist Jonna, die im vergangenen Jahr am Schüleraustausch nach Changzhou teilgenommen hat und immer noch den Kontakt zu ihrer Gastschwester pflegt, sehr wichtig. Dabei betont sie, dass Kunst das Ausleben der eigenen Kreativität ist und nicht das, was von der KI künstlich erzeugt wird, zumal die KI den echten Künstlern und Künstlerinnen vielfach deren Kunst und damit Stunden an Arbeit stehlen ohne zuvor gefragt zu haben. Wer den Wunsch hat, echte Kunst zu erschaffen, sollte sich nicht von Rückschlägen entmutigen lassen: Niemand ist von Anfang an perfekt.

 

     

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Infos aus dem Verein

Trägerverein Minden-Changzhou stellt Weichen für die Zukunft

Minden. Mit einem neu gewählten Vorstand, einer Satzungsänderung und mehreren aktuellen Projekten startet der Trägerverein Minden-Changzhou e. V. in die kommenden Monate.

Auf der Mitgliederversammlung im Hotel Lindgart beschlossen die Mitglieder einstimmig, Jugendlichen bereits ab 14 Jahren mit Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten die Mitgliedschaft im Verein zu ermöglichen. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für internationale Begegnungen und den kulturellen Austausch mit China zu begeistern.

Bei den Vorstandswahlen wurde Olrik Laufer als Vorsitzender bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wurden Oliver Lübker und Susanne Korff gewählt, Schatzmeister bleibt Heinrich Wiese. Mit Susanne Korff gehört erstmals eine Frau dem geschäftsführenden Vorstand an.

Gleichzeitig verabschiedete der Verein Prof. Dominic Becking, der sich über zwölf Jahre hinweg im Vorstand für die Städtepartnerschaft und den deutsch-chinesischen Austausch engagiert hat.

Bereits wenige Wochen nach der Mitgliederversammlung vertrat Susanne Korff den Verein beim NRW-Sommerstammtisch der deutsch-chinesischen Freundschaftsgesellschaften im chinesischen Generalkonsulat in Düsseldorf. Dort wurden Kontakte zu anderen Partnerschaftsvereinen, Vertretern aus Politik und Diplomatie sowie zur Allianz Deutscher China-Gesellschaften gepflegt.

Aktuell unterstützt der Trägerverein zudem die Betreuung chinesischer Gastärztinnen und Gastärzte am Johannes Wesling Klinikum Minden und begleitet deren Aufenthalt in der Region.

Kürzlich haben sich interessierte Mitglieder im Atelier der Mindener Künstlerin Liselotte Bombitzki über die Ausstellung „ Kabinettstückchen“ und die bei den Werken verwendeten Techniken und Materialien informiert.

Für den 11. Juli plant der Verein eine Tagesfahrt nach Hamburg. Auf dem Programm steht unter anderem der Besuch der Ausstellung „Inspiration China“ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg mit Einblicken in die chinesische Kunst- und Kulturgeschichte. Für die Fahrt sind noch Plätze frei.

 

                                              

Sommerfest im Generalkonsulat                                                                                                               Neuer Vorstand: Susanne Korff, heinrich Wiese, Olrik Laufer, Oliver Lübker (von li nach re)

 

           

Im Atelier von Lilo Bombitzki

 

 

 

Schüleraustuasch nach China im Herbst 2025

Grüße aus China!

 

Im Oktober 2025 durften wir, eine Gruppe von neun EF-Schüler*innen des Ratsgymnasiums, im Rahmen der Städtepartnerschaft Minden-Changzhou unvergessliche zweieinhalb Wochen in China erleben. Wir bekamen viele Einblicke in die Kultur und Geschichte Chinas, aber auch in das Alltagsleben in der Schule.

 

Ein Highlight der Gruppe war definitiv unser erster Halt in Shanghai, der Weltmetropole mit über 20 Millionen Einwohner*innen. Bei etwa 30°C im Oktober erkundeten wir die beeindruckende moderne Architektur, wunderschönen Parks und Gärten und haben uns auch an einem chinesischen Kochkurs versucht. Vor allem die Skyline Shanghais, der Bund, hat uns alle zum Staunen gebracht.

 

Nach drei warmen Tagen in Shanghai ging es für uns endlich nach Changzhou. Dort wurden wir bereits am ersten Tag von der chinesischen Gastfreundschaft beeindruckt und lernten unsere Austauschschüler*innen kennen. Die Kommunikation war teilweise eine Herausforderung, aber mit gebrochenem Englisch und Übersetzern haben wir diese gemeistert. Wir waren von der chinesischen Gastfreundschaft tief beeindruckt und wurden mit Blumen, Essen und chinesischem Tee beschenkt. Natürlich war das Essen ein weiteres Highlight, auch wenn es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war.

 

Während unseres zehn Tage langen Aufenthalts haben wir am Unterricht an der „Changzhou High School No. 3“ teilgenommen. Die Schülerinnen und Schüler sind äußerst diszipliniert und haben mit ihren langen Schultagen, die von 7:20 bis 21 Uhr dauern, viel zu tun. Überrascht hat uns auch die Größe der Klassen mit 50 bis 60 Schülerinnen und Schülern sowie die vielen Prüfungen, Tests und vor allem Hausaufgaben.

 

Durch die vielen unterschiedlichen Workshops, wie das chinesische Schattentheater, und Ausflüge haben wir viel über die chinesische Kultur und Geschichte gelernt. Besonders gut hat uns das Wasserdorf mit traditionellen Trachten gefallen.

 

Nach einer wunderschönen Abschlussfeier reisten wir uns mit dem Schnellzug nach Peking. Dort besichtigten wir historische Sehenswürdigkeiten wie den Sommerpalast, die Verbotene Stadt, den Tian’anmen-Platz und natürlich die Chinesische Mauer.

 

Die Zeit in China wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Neben den vielen Eindrücken und Herausforderungen konnten wir auch neue Freundschaften schließen. Wir freuen uns sehr auf den Gegenbesuch der chinesischen Austauschschüler*innen im Juli 2026 und sie in Minden und Deutschland herzlich wilkommen zu heißen.

 

von Laura Witkowska und Jonna Brandhorst

Schüler befragen Frank Sieren

     Eine Stunde mit Frank Sieren
 
Minden. Der Pausengong im Ratsgymnasium ertönt um 11:30 Uhr. Die Leitung steht. Alle Augen richten sich auf den Bildschirm. Der Journalist und China-Experte Frank Sieren ist zugeschaltet. Eine Stunde lang wird er sich mit Schülern und Schülerinnen online über China austauschen. 
Wie es dazu kam? Letztes Jahr im November war Herr Sieren zu Gast auf dem Mindener Werteforum und referierte zum Thema „Zukunft? China! – Wie die neue Supermacht unser Leben, unsere Politik und unsere Wirtschaft verändert.“ Nach dem Vortrag darauf angesprochen, ob er für Jugendliche, die 2024 am Schüleraustausch nach China teilnehmen, einen Vortrag halten würde, sagte er spontan zu. Frank Sieren ist ein bekannter Journalist und anerkannter Chinakenner, der mehrere Bücher geschrieben hat und seit ca. 30 Jahren in China lebt.
 
Der Schüleraustausch, der dieses Jahr bereits zum 5. Mal vom Trägerverein Partnerschaft Minden-Changzhou organisiert wird, ist offen für alle weiterführenden Schulen in Minden. Dieses Jahr beteiligt sich zudem das Wesergymnasium in Vlotho. Die Planung und  Vorbereitung der Jugendlichen lag dieses Jahr ganz wesentlich beim Ratsgymnasium. Frau Wen-Na Heitkamp, eine gebürtige Chinesin, ist letztes Schuljahr nach Minden gezogen. Dass sie schon an ihrer früheren Schule in Hamburg den Schüleraustausch nach Shanghai organisiert hatte, erwies sie sich als wertvolle Unterstützung des Austauschs mit der Partnerstadt Changzhou. Zudem leitet sie seit Anfang des Schuljahres 2024/2025 eine Chinesisch AG. Den am Schüleraustausch Teilnehmenden, aber auch anderen interessierten Schülern und Schülerinnen bringt  Frau Heitkamp einmal wöchentlich Wissenswertes über die chinesische Geschichte, Kultur, Sprache, Schrift und Gesellschaft bei. 
 
Für die 1Teilnehmer und Teilnehmerinnen sowie die drei Begleitpersonen, die in den Herbstferien nach China reisen,  war die virtuelle Begegnung mit Frank Sieren von besonderer Bedeutung. Für sie war es wohl das erste Mal, dass sie derart umfassend über die lange Geschichte Chinas und und die Bedeutung  dieses Landes im Weltgeschehen hörten .  
Nach einer Begrüßung durch Frau Heitkamp und Frau Kurth vom Trägerverein  referierte Frank Sieren  über die bewegte ältere und jüngere Geschichte des „Reiches der Mitte“, das über die Jahrtaussende eine Weltmacht war.  Er beschrieb den Wandel des Selbstbildnisses des Landes und die Sicht der übrigen Welt auf die Chinesen durch die Jahrhunderte.  „ Heute ist China kein aufsteigendes Land, es ist ein wieder aufsteigendes Land“ , so das Fazit von Frank Sieren. Das politische System sei weder schwarz noch weißweder gut noch böse.  So herrsche zwar keine MedienfreiheitInformationen aus aller Welt könnten  jedoch über einen VPN-Kanal  bezogen werden. Hier drücke die Politik ein Auge zu und sanktioniere das in der Regel nicht.  Die Kameras an allen Orten  würden von der Bevölkerung ambivalent angesehen: einerseits seien die Strassen absolut sicher, auch nachts. Andererseits sei jeder unter ständiger Kontrolle. Dies waren nur einige der von ihm herangezogenen Beispiele. Er gab den Schülern mit auf den Weg: „Geht ohne Vorurteile hin. Seht euch das Land und die Gesellschaft an. Versucht, das Land auch mit chinesischen Augen zu sehen.“. 
Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen an Frank Sieren richten. Es waren teils persönliche Fragen (Warum sind Sie nach China gegangen? War es schwieirg, die chinesische Sprache zu erlernen? ) als auch Fragen zu Unterschieden, zum Arbeits- und Schulalltag und dem politischen System. Große Unterschiede zwischen Deutschland und China sieht Frank Sieren im Schulsystem. Die chinesischen Kinder und Jugendlichen müssten viel mehr in viel kürzerer Zeit als die Deutschen lernen. Der Leistungsdruck sei enorm. Am Ende der Schulzeit stehe die landesweite Abschlussprüfung, die es gelte möglichst gut zu bestehen, da sie den Zugang zu den Universitäten eröffne. Es gebe viele außerschulische Pflichen, es bleibe wenig Zeit zur Persönlichkeitsentfaltung. Augenfälllige Unterschiede gebe es z.B. auch in der Pünklichkeit der Bahn, der Kanalisierung und dem Umgang der Gesellschaft mit großen Menschenmassen sowie der Sicherheit im Strassenverkehr. „Ich könnte zum Beispiel auf einem Motorrad mit verbunden Augen über eine belebte Kreuzung fahren, es würde mir nichts passieren. Jeder nimmt auf jeden anderen Rücksicht“ verdeutlicht er seine Aussage. Trotz aller Probleme blickten die Chinesen voller Zuversicht in die Zukunft. Im Volk herrsche so etwas wie eine Aufbruchstimmung.
Zu guter Letzt bedauerte der Journalist die wenig ausgeprägte Chinakompetenz in Deutschland. Als Schulfach sei Chinesisch rückläufig. Das müsse sich ändern, da Deutschland nach vorne schauen müsse. An China komme man nicht vorbei . Nur zusammen mit China könnten große Lösungen für die heutigen Probleme (z.B. Klimawandel) gefunden werden. Die Stimmung und die Zusammenarbeit könne nur durch internationale Kontakte im jeweiligen Land verbessert werden. Der Schüleraustausch sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. „Vielleicht sehen wir uns in Peking auf einen Kaffee und ihr berichtet mir über eure Eindrücke am Ende der Reise“, schloss Frank Sieren das informative Online-Meeting.

 

Kinderdelegation aus Changzhou

Musik und Tanz aus Changzhou

Minden.   Am 27. August 2024 begrüßte die Stadt Minden eine 58-köpfige Delegation aus der chinesischen Partnerstadt Changzhou. Die Gruppe, bestehend aus einer Tanzgruppe und einem Kinderorchester des staatlichen Youth Activity Center, reiste an um den kulturellen Austausch zwischen den beiden Städten weiter zu fördern.

Um 13 Uhr erreichte die Delegation die Stadt Minden, wo sie herzlich von Katharina Kohlmeyer und Maja Kurth empfangen wurde. Der kurze Stadtrundgang informierte die Gäste über die Schiffmühle, das Stadttheater sowie den Dom und endete in der Bäckerstrasse an einem beliebten Treffpunkt der Stadt – der Eisdiele Piccoli. Hier wurde die Gruppe zügig mit Eis im Schatten versorgt.

Weil der Reisebus zu groß war, um auf das Gelände des Ratsgymnasiums zu fahren, wurde der Verkehr auf der Rodenbeckerstrasse kurzfristig etwas behindert. Kostüme und Instrumente mussten rasch in die Schule gebracht werden. Einige Instrumente für das Orchester wurden dankenswerter Weise von der Schule, der Musikschule und einigen Privatpersonen leihweise zur Verfügung gestellt. Nach der offiziellen Begrüßung durch die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Kosiek und weiteren Ansprachen durch Vertreter der Delegation, der Schule und des Trägervereins Partnerschaft Minden-Changzhou e.V. konnte das kulturelle Highlight des Tages pünktlich beginnen. Die Streicher des Orchesters, Kinder zwischen neun und zwölf Jahren, spielten einschmeichelnde chinesische Musikstücke. Verstärkt durch die Bläser und das Schlagzeug brachten sie auch bekannte westliche Melodien zu Gehör, wie etwa die Titelmelodien von „Mission Impossible“ und „Game of Thrones“. Nach einem kurzen Umbau folgten in farbenfrohen Kostümen Tänzerinnen und Tänzer mit traditionellen und modernen Tänzen. Eine durch die Jahrhunderte führende Modenschau gab einen interessanten Einblick in die wechselnde Bekleidung der Bevölkerung. Die Veranstaltung, welche in der Aula des Ratsgymnasiums stattfand, lockte etwa 60 Zuschauer, die von den musikalischen und tänzerischen Darbietungen begeistert waren. „Oh wie schön! Und so perfekt!“, „So eine tolle Leistung der jungen Menschen!“ und „Gibt es nächstes Jahr wieder so eine Veranstaltung?“ waren nur einige Äußerungen der Zuschauer und Zuschauerinnen, unter denen sich auch einige am diesjährigen Schüleraustausch Teilnehmende befanden. Die jungen Künstlerinnen und Künstler haben Allen ein unvergessliches Erlebnis beschert.

Nach diesem erfolgreichen kulturellen Austausch traf sich die Delegation am Abend zu einem gemeinsamen Essen im Lindgart Hotel. In entspannter Atmosphäre wurden bei dem Abendessen weitere Gespräche geführt, Erfahrungen ausgetauscht und die Freundschaft zwischen Minden und Changzhou vertieft.

Der Austausch mit Changzhou ist ein wichtiger Bestandteil der Städtepartnerschaft. Dieser Besuch zeigte erneut die Bedeutung der kulturellen Verbindungen, die seit vielen Jahren gepflegt werden. Der Besuch der chinesischen Delegation war ein voller Erfolg und verdeutlichte die tiefe Freundschaft zwischen den beiden Städten.

Der Trägerverein Minden Changzhou freut sich bereits auf zukünftige gemeinsame Projekte und Begegnungen.

 

Jugend kocht

                                                                     Jugend schnippelt für Dumplings

Kurz nach seiner Gründung fand am  07.05.2024 das erste Treffen des Jugendablegers des Trägervereins der Städtepartnerschaft Minden-Changzhou statt.

Der Trägerverein existiert bereits seit 2014. Die Städtepartnerschaft mit der chinesischen Stadt Changzhou ermöglicht u.a. Austausche, Informationen in Fachvorträgen und stellt Kontakte her. So haben bereits vier Mal gegenseitige Schüleraustausche  mit weiterführenden Mindener Schulen stattgefunden.

Der jetzt gegründete Jugendableger möchte junge Menschen für die Städtepartnerschaft, den Austausch und die mögliche Teilnahme an einem Schüleraustausch begeistern und motivieren. Das Ziel ist es, eine lustige, bunt durchmischte und konstante Gruppe zu schaffen. Bei regelmäßigen Treffen wollen wir -planmässig einmal im Monat- gemeinsam etwas Interessantes und Ansprechendes unternehmen und dabei auch und in Maßen über die Aufgabe und den Hintergrund des Trägervereins informieren. Auch die Schüleraustausche sollen beworben werden.

Bei der Auftaktveranstaltung wurden in einer interessanten und altersdurchmischten Gruppe gemeinsam Dumplings (chinesische Teigtaschen) zubereitet, anschließend gekocht und verzehrt. Für dieses Event konnten wir das Bootshaus des Bessel Rudervereins nutzen.

An der drei-stündigen Veranstaltung  (17-20 Uhr) nahmen 12 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren teil.  Gemeinsam wurde geschnibbelt, geknetet, ausgerollt, gefaltet und gekocht. Für einige war dies  ein ganz neue und ungewohnte Erfahrung. In angenehmer und freundschaftlicher Atmosphäre untertützen sich alle gegenseitig und übernahmen ausnahmslos auch das obligate Reinigen der Küche in Teamarbeit. Zwischendrin berichteten diejenigen, die bereits an einem Austausch teilgenommen hatten, über ihre Erfahrungen. Das Kochen war ein voller Erfolg, trotz kleinerer Startschwierigkeiten waren alle Beteiligten sowie die Organisatoren mit dem gemeinsamen Ergebnis sowie dem gesamten Abend überaus zu frieden.

Das Organisationsteam freute sich über die gelungene Auftaktveranstaltung mit vielen Interessierten. Hoffentlich bekommen die nächsten geplanten Veranstaltungen ebensolchen zuspruch!  eteiligte und freut sich bereits auf zukünftig anstehende nachfolgende Veranstaltungen welche hoffentlich ebenso erfolgreich seien werden.

Die Eintrittsbarrieren wie beispielsweise hohe Kosten für Teilnahme oder vorherige Verbindlichkeiten sind niedrig , jede/r ist herzlich willkommen.

Interessenten informieren sich auf dem Instagram Account des Trägervereins oder dem des Jugendablegers und erhalten dort so schnell wie möglich eine Rückmeldung.

Des Weiteren ist das Abonnieren des Instagram accounts des Jugend Trägervereins empfehlenswert da dort über zukünftig geplante und anstehende Veranstaltungen frühzeitig informiert wird und interessante Thematiken rund um das Thema China, Changzhou und Trägerverein erläutert werden.

Instagram Jugend: @mi_ch_jugend

Instagram Trägerverein: @minden_changzhou

HP des Trägervereins minden.changzhou.com

Schüleraustausch 2024/25

   Fast 40 Schüler/innen und ihre Eltern besuchten den 2. Informationsabend für den Schüleraustausch. Es fahren 14 Jugendliche vom Ratsgymnasium Minden und vom Wesergymnasium Vlotho in den herbstferien nach China. Ausser Changzhou lernen sie auch die Stadte Shangahi und Peking mit ihren Sehenswürdigkeiten kennen. In Changzhou werden sie in Gastfamilien wohnen und an dem regulären Schulunterricht teilnehmen.

Malwettbewerb Grundschüler (Domschule)

Pressemitteilung der Stadt Minden vom 28.06.2023

Domschüler*innen beteiligen sich an internationalem Malwettbewerb

Die Provinz Jiangsu/China hatte dazu aufgerufen – Es gab Auszeichnungen für 21 Bilder

Olrik Laufer zeigt den Wettbewerbsteilnehmern und Teilnehmerinnen wo sich unsere Partnerstadt befindet.

 

 

Changzhou/Minden. Die Provinz Jiangsu in China, zu der Mindens Partnerstadt Changzhou gehört, hatte 2022 erneut zu einem internationalen Malwettbewerb aufgerufen. Dieser stand unter dem Thema „Grüne Entwicklung/Grüne Zukunft“. Insgesamt haben mehr als 80.000 Kinder aus 36 Partnerstädten in 21 Ländern auf der ganzen Welt sowie in 13 Städten der Provinz Jiangsu mitgemacht. Aus Minden war die Grundschule Domschule mit 80 Schüler*innen dabei. 21 Schüler*innen davon haben einen Preis gewonnen (1x erster Platz, 5x zweiter Platz und 15x dritter Platz). Es war der 6. Internationale Malwettbewerb, den die Provinz Jiangsu ausgerichtet hat.

Die Freude bei den Domschülerinnen und –schülern war zur „Siegerehrung“ kurz vor dem Beginn der Sommerferien groß. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Trägervereins Partnerschaft Minden-Changzhou e. V., Olrik Laufer, Katharina Kohlmeyer (bei der Stadt Minden für Städtepartnerschaften und Patenschaften zuständig) und Schulleiterin Marita Stein-Willemsen wurden an alle 21 ausgezeichneten Schüler*innen Urkunden und chinesische Lesezeichen übergeben.

 

Die glücklichen Gewinner!

 

 

30 Prozent der eingereichten Bilder haben eine Auszeichnung erhalten. Zur Jury gehörten Expert*innen der Bildungsabteilung der Provinz Jiangsu, der Provinzvereinigung für Künstler*innen und Künstler*innen der „Nanjing Academy of Fine Arts“. Alle prämierten Bilder werden in einem Buch gedruckt und an die Preisträger*innen verschenkt. Ein Teil der Gemälde des ersten Preises wird zu gegebenen Anlässen in der Provinz Jiangsu ausgestellt.

Bereits 2017 hatten sich die Domschule und die Grundschule Kutenhausen an einem internationalen Malwettbewerb beteiligt. Seinerzeit gab es unter dem Titel „Heimatstadt/Träume der Zukunft“ eine Ausstellung in der Offenen Kirche St. Simeonis.

Als erste Stadt in Ostwestfalen hat Minden am 29. Juni 2015 eine offizielle Partnerschaft mit einer Stadt in China geschlossen. Diese unterzeichneten seinerzeit der stellvertretende Bürgermeister der Millionenmetropole Changzhou, Fang Guoqiang, und Mindens damaliger Bürgermeister Michael Buhre vor rund 100 geladenen Gästen im Großen Rathaussaal. Seitdem und auch schon davor haben verschiedene Delegationen aus Changzhou Minden besucht. Während der Corona-Pandemie ruhten die persönlichen Kontakte. Mindens Partnerstadt Changzhou hat rund 5 Millionen Einwohner*innen.

Delegation aus Changzhou

Mit Chinesen Minden entdecken

Minden. Der Trägerverein Partnerschaft  Minden-Changzhou e.V. konnte vor wenigen Tagen die erste Delegation aus unserer Partnerstadt Changzhou begrüßen. Nach langer Pandemie bedingten Besuchspause kamen zwei hochrangige Beamten der Stadtverwaltung nach Minden. Sie wollten „alte Freunde wieder treffen“ und persönlich mit dem Bürgermeister Michael Jäcke und dem Vorsitzenden des Trägervereins Olrik Laufer  Informationen austauschen und über zukünftige gemeinsame Projekte sprechen. Obwohl der Zeitplan wegen Verspätung des Fluges und starkem Verkehr auf der Autobahn verzögerte, konnte wie geplant die Firma Denios in Bad Oeynhausen besichtigt werden.  Die Firma hat durch Vermittlung des Trägervereins ein Grundstück in Changzhou erwerben können. Im Juni 2023 ist das Richtfest geplant. Hierfür erbat sich CEO Dr. Dennig in der abschließenden Gesprächsrunde die Unterstützung von Chen Xiangnan, um zu dieser Feier die „richtigen“ Personen einzuladen und das Fest auch gut deutsch-chinesisch gestalten zu können.

Wer weiß schon, was sich an der Ringstraße 55-57 verbirgt. Böcker Sauerteig kann man lesen. Manchmal liegt auch ein leichter Geruch in der Luft zwischen den Autoabgasen. Mitglieder des Trägervereins sind vor wenigen Tagen mit unserer chinesischen Partnerstadt Changzhou der Sache nachgegangen. Bei der Firma Böcker, die vier Werke in Minden unterhält, wird Sauerteig für Großbetriebe produziert. Im eigenen Labor wird zu Sauerteig geforscht und getestet. In der Bäckerei wird experimentiert und es werden Backseminare abgehalten. BÖCKER ist einer der führenden Anbieter von natürlichen Sauerteig-Produkten zur Aroma- und Texturverbesserung von Backwaren.

Für die chinesischen Gäste war das absolutes Neuland. In China wird sehr wenig Brot gegessen, überwiegend handelt es sich dabei um Mantou, eine Art gedämpftes Weizenmehlbrötchen. Das ist aber – ungleich bei uns das Brot – kein Hauptlebensmittel wie etwa Reis oder Nudeln. Ein saures Brot entspricht zudem nicht ihren Geschmacksvorstellungen und wird schon deswegen vielfach abgelehnt. Zumindest von den Älteren. Die Jüngeren sind neugieriger und probieren eher westliche Brotsorten. Da in den Millionenstädten viele Ausländer arbeiten und leben, haben sich dort auch bereits einige deutsche Bäckereien angesiedelt.

Nach der Betriebsbesichtigung gab es zur Überraschung Aller mit Sauerteig hergestelltes Gebäck. Mutig probierte Min Ruyu, Abteilung für ausländische Angelegenheiten Europa und Afrika, die Kuchenteile. Ihr Chef Chen Xiangnan war wesentlich zurückhaltender. Wahrscheinlich wollte er seinen Appetit für das Abendessen im Scarabeo aufheben, wo er auch Bürgermeister Michael Jäcke treffen würde. Die beiden konnten sich gut auf Deutsch unterhalten, weil Chen Xiangnan mehrere Jahre in Deutschland gearbeitet hat. Mit Min Ruyu klappten die Gespräche über kulturellen und sportlichen Austausch sowie Begegnungen von Schülerinnen und Schülern online und durch gegenseitige Besuche bestens auf Englisch.